Geschichte

Vereinsgeschichte (1824 bis heute)

1824    ist das offizielle Gründungsjahr des Schützenvereins, welches auf mündlicher Überlieferung beruht

1867    Erstmalig werden die beiden Ortschaften Enkesen und Paradiese genannt. Bis zu diesem Jahr wurden die Schützenfeste auf den Bauernhöfen in Enkesen gefeiert. So sind die Orte: Hofe des Colon Risse (später Kötter, Adam), Landwirt Bals (später Vogel), Colon Hinners (später Eickhoff), Colon Lüsse und Colon Kipp (später Balks) aus Zeitungsanzeigen aus den Anfangsjahren des Vereins überliefert. 1867 wird zum ersten mal „auf dem Gute Paradiese“ das Schützenfest gefeiert. Es handelt sich vermutlich nur um eine Erweiterung des bisherigen Schützenvereins „Enkesen bei Paradiese“, dem nun auch die Ortschaft Paradiese und der kleine Siedlungsraum an der Grenze der Stadt Soest (Nöttenfeldmark) – „An d’r stoinen Brügge“ genannt – angehören.

1869    gibt sich der Schützenverein eine neue Satzung. Dieses Dokument vom 7. Juni 1869 ist das älteste in Handschrift vorliegende Vereinsstatut „Statuten für den Schützen-Verein Paradiese-Enkesen“. Nur in diesem Schriftstück wird vom Schützenverein „Paradiese-Enkesen“ gesprochen, während man später vom „Schützenverein Enkesen-Paradiese“ spricht. Auszug aus den Statuten: „§1 Der Schützenverein umfasst hauptsächlich und zunächst die Ortschaften Paradiese und Enkesen sowie die Nötten- und Jacobi-Feldmark und hat §2 den Zweck, die freundschaftlichen Beziehungen zu den Nachbar-Gemeinden zu erhalten, das Band der Eintracht fester zu knüpfen und auf einige Stunden sich der Sorgen und Mühen des Lebens zu entschlagen, wobei Ordnung und sittliches Betragen jedes einzelnen Mitglieds Hauptrichtschnur sein muß“

1887    Einweihung der neuen Fahne (Nr.2) auf dem Festplatz in der Nähe der Eske’schen Wirtschaft in Enkesen

1913    im letzten Friedensjahr vor dem 1. Weltkrieg nimmt der Schützenverein Enkesen-Paradiese an den Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig vom 16.-18 Oktober teil. Die Kirchengemeinde Schwefe führt aus diesem Anlaß eine große Veranstaltung am „Hexenpläzken“ südwestlich des schwefer Friedhofes durch. Der Schützenverein Enkesen-Paradiese erschien im Fackelzug und – als einziger Verein – mit einer Musikkapelle.

1914    findet noch ein Schützenfest statt bevor der 1. Weltkrieg ausbricht. Bis einschließlich des Jahres 1919 wird in Enkesen-Paradiese kein Schützenfest gefeiert.

1921    der Verein gibt sich eine neue Satzung

1924    Jahrhundertfeier des Schützenvereins Enkesen-Paradiese. Zu diesem Anlaß legt sich der Schützenverein eine neue Fahne (Nr.3) zu, die am 11. Mai mit einem besonderen Festakt auf dem Festplatz an der Feldscheune des Hofes Teinert (heute Kipp, Bruchstraße) in Enkesen geweiht wurde.

1939    zum ersten mal findet das Schützenfest auf dem Gebiet der Nöttenfeldmark „An d’r stoinen Brügge“ statt.

1940 bis 1949 wird kein Schützenfest veranstaltet. Die Schützenfahne verschwindet in den Wirren des 2. Weltkrieges.

1950    erstes Schützenfest nach dem 2. Weltkrieg, nachdem alle Soldaten der Ortsteile Enkesen und Paradiese aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt sind. Durch Auflage der Besatzungsmächte wird mit Luftbüchsen auf den Vogel geschossen. Daher zieht sich das erste Vogelschießen nach dem Krieg bis in den späten Abend hinein.

1954    Kauf eines eigenen Schützenzeltes welches jeweils abwechselnd in Enkesen (Weide Ernst Kipp (ehemals Hof Teinert)) und Paradiese (Weide Dringenberg / Weide Ewald) aufgebaut wird

1957    ab diesem Jahr werden Schützenschnüre für das Abschießen von Apfel, Zepter und Krone vergeben.

1964    Errichtung eines Kugelfangs an der Vogelstange in Vogels Weide

1965    das Schützenfestzelt wird am 9. Mai bei einem Sturm stark beschädigt. Man feiert das Fest im Schützenhaus Ampen weiter. Das Schützenfest findet im Folgejahr in einem geliehenen Zelt statt.

1968    Anschaffung einer neuen Schützenfahne (Nr. 4); die Nachbarvereine Schwefe, Hattrop, Ostönnen und Ampen sind geladen. Die Fahnenweihe findet in der Dorfmitte vor der Schmiede statt. Es wird erstmals in grüner Jacke und weißer Hose marschiert

1974    150 jähriges Vereinsjubiläum; die Vereine Ostönnen, Ampen, Hattrop, Ehningsen-Eineckerholsen-Merklingsen, Deiringsen, Schwefe, Brandenburger und Große Westhofe sind geladen; Mit der Neugründung und der Annahme der Statuten des Schützenvereins Enkesen Paradiese e.V. wird der Bau der Schützenhalle bei einer außerordentlichen Generalversammlung am 25. Oktober beschlossen

1975    Fertigstellung der Schützenhalle; Schützenfest findet in diesem Jahr ausnahmsweise vom 05. bis 07. September im Rohbau der neuen Schützenhalle statt

1976    Einweihung der neuen Schützenhalle am 11. September mit Ehrengästen und Gastvereinen

1983    der Schützenverein bekommt eine neue Satzung

1985    Bau des Kühlraums und der Veranda; Zum 10jährigen Hallenjubiläum sind 6 Gastvereine geladen

1988    Hallenanbau (Eingangsbereich, Abstellraum, Essraumerweiterung)

1999    175 jähriges Vereinsjubiläum mit zahlreichen Gastvereinen

2003    das Vogelschießen findet zum ersten mal vor dem Heimathaus (dem ehemaligen Maschinenschuppen) am Dorfplatz in Enkesen statt. Im ersten Jahr noch mit einer mobilen Vogelstange, danach mit der Gemeinschaftsstange mit den Dörfern Berwicke / Stocklarn, Borgeln und Recklingsen

2010    Fahnenweihe (5. Fahne des Schützenvereins) mit den Gastvereinen Ampen, Hattrop, Ostönnen, Schwefe und Ehningsen-Eineckerholsen-Merklingsen. Der Festakt muß aufgrund von schlechtem Wetter in der Schützenhalle stattfinden. Im Anschluß findet jedoch in einer Regenpause ein Umzug mit Parade statt.